BILDER

....es sind Form und Farbe, die in ihren Assoziationsbezügen unsere emotionalen Saiten zum Klingen bringen, die beiden Grundelemente, ohne die auch abstrakte Kunst nicht denkbar ist und doch scheint man sich an den figurativen Repräsentationsgehalt des Kunstwerks zu klammern als gälte es, die letzten Bastionen eindeutig objektivierbarer Realität zu retten.

 Abstrakte Kunst will jedoch etwas anderes. Sie hat sich der Welt der Vorsstellungen und gegenseitigen Bezüge verschrieben, und zwar in ihrer möglichst reinsten Form. Sie versucht die ldee freizulegen und loszulösen von dem ablenkenden Eindruck des Gegenständlichen. Oft geht es darum, die Bewegung in ihrer Ursprünglichkeit zu erfassen, das Eigentliche unserer tiefsten inneren Beweggründe und sich damnit dem Puls des Lebens zu nähern – am Schnittpunkt zwischen materieller und immatrieller Welt.

Auszug aus dem Vorwort von Martina Sachs zur Ausstellung ,,Die Wirklichkeit als Modell" in der Galerie am Stubentor, Wien
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RÖNTGENBILDGRAFIKEN

Entsprechend dem Einfallswinkel und dem wechselnden Standort des Betrachters entsteht ein sich ständig veränderndes Bild. Die Röntgenbilder werden ihrer eigentlichen Funktion und Bedeutung enthoben. Sie werden als Bildträger des Gestaltungsaktes eingesetzt und entwickeln eine künstlerisch verselbständigte Aussage. Die grafischen Elemente bilden eine Formensprache gleich einer musikalischen Komposition. Sie sind geheimnisvolle Zeichen eines modernen Daseins.

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